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	<title>Medientipps aus der Stadtbibliothek Solingen</title>
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	<description>Kunden empfehlen Medien</description>
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		<title>Die Leinwand</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 06:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Fränzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Benjamin Steins Roman »Die Leinwand« handelt es sich schon &#228;u&#223;erlich um eine der ungew&#246;hnlichsten Neuerscheinungen in diesem Jahr. Das Buch enth&#228;lt zwei Texte, die R&#252;cken an R&#252;cken unter einem Buchdeckel vereint sind. Man kann das Buch also entweder auf der einen oder auf der anderen Seite zu lesen beginnen und begegnet dabei jeweils einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Benjamin Steins Roman »Die Leinwand« handelt es sich schon &#228;u&#223;erlich um eine der ungew&#246;hnlichsten Neuerscheinungen in diesem Jahr. Das Buch enth&#228;lt zwei Texte, die R&#252;cken an R&#252;cken unter einem Buchdeckel vereint sind. Man kann das Buch also entweder auf der einen oder auf der anderen Seite zu lesen beginnen und begegnet dabei jeweils einer H&#228;lfte des Romans, die wenigstens zu Anfang mit der anderen H&#228;lfte nur wenig zu tun zu haben scheint. Der Autor &#252;berl&#228;sst es ganz bewusst dem Leser, mit welcher H&#228;lfte er beginnen m&#246;chte, oder ob er immer wieder zwischen beiden wechseln m&#246;chte.</p>
<p>Erz&#228;hlt werden die Lebensgeschichten von Jan Wechsler und Amnon Zichroni. Amnon wird in Israel geboren, w&#228;chst aber in der Schweiz bei einem Nenn-Onkel auf, der f&#252;r seine Erziehung sorgt. Amnon hat die bemerkenswerte F&#228;higkeit, Erinnerungen anderer Menschen spontan selbst zu durchleben, wenn er diese Menschen ber&#252;hrt. Jan Wechsler dagegen w&#228;chst in Ost-Berlin auf und schl&#228;gt sich als m&#228;&#223;ig erfolgreicher Schriftsteller und Journalist durch. Beider Leben ist verbunden durch ihre Bekanntschaft mit dem Geigenbauer Minsky, der ein Buch &#252;ber seine Kindheit in einem NS-Vernichtungslager ver&#246;ffentlicht hat. Jan Wechsler recherchiert die Lebensgeschichte Minskys und findet heraus, dass dessen vorgebliche Erinnerungen frei erfunden zu sein scheinen. Tats&#228;chlich ist Minsky das Kind Schweizer Eltern und war nie in einem Konzentrationslager interniert. Was diese Enth&#252;llung f&#252;r Minsky, Amnon und Jan f&#252;r Folgen hat, soll hier nicht verraten werden. Eine sowohl formal als auch inhaltlich h&#246;chst ungew&#246;hnliche Lekt&#252;re.</p>
<p>Benjamin Stein: Die Leinwand. M&#252;nchen: C.H. Beck, 2010. ISBN: 978-3-406-59841-8. Preis: € 19,95.</p>
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		<title>Schrecklich am&#252;sant</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Fränzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzfahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine siebent&#228;gige Karibik-Kreuzfahrt auf einem Luxusliner stellt f&#252;r viele Menschen einen der h&#246;chsten Urlaubstr&#228;ume dar. Im M&#228;rz 1995 nahm der inzwischen verstorbene US-Schriftsteller David Foster Wallace (1962–2008), dessen Mammutroman »Unendlicher Spa&#223;« in diesem Jahr in deutscher &#220;bersetzung erschienen ist, im Auftrag des US-amerikanischen »Harper’s Magazine« an einer solchen Kreuzfahrt teil. Er hat dar&#252;ber eine Artikelserie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine siebent&#228;gige Karibik-Kreuzfahrt auf einem Luxusliner stellt f&#252;r viele Menschen einen der h&#246;chsten Urlaubstr&#228;ume dar. Im M&#228;rz 1995 nahm der inzwischen verstorbene US-Schriftsteller David Foster Wallace (1962–2008), dessen Mammutroman »Unendlicher Spa&#223;« in diesem Jahr in deutscher &#220;bersetzung erschienen ist, im Auftrag des US-amerikanischen »Harper’s Magazine« an einer solchen Kreuzfahrt teil. Er hat dar&#252;ber eine Artikelserie verfasst, die 1997 auch in einer Buchausgabe ver&#246;ffentlicht wurde. Bereits der Titel »Schrecklich am&#252;sant – aber in Zukunft ohne mich« macht klar, dass die Reise bei Wallace nicht zu der vom Veranstalter versprochenen Entspannung gef&#252;hrt hat.</p>
<p>In sehr pers&#246;nlicher Art und Weise beschreibt Wallace auf knapp 200 Seiten seine Erlebnisse von der Einschiffung in Florida bis zur »Celebrity Show« des letzten Tages. Seine pr&#228;zisen Beobachtungen und seine pointierte Sprache erzeugen ein umwerfend komisches Bild dieser sieben Tage. Angefangen bei seinen fruchtlosen Versuchen, das Personal beim Aufr&#228;umen seiner Kabine zu &#252;berraschen, &#252;ber sein misstrauisches Verh&#228;ltnis zum Unterdruck-Toiletten-System des Schiffes, seinen K&#228;mpfen mit den Stewards auf dem Sonnendeck bis hin zu seinen Kurzportr&#228;ts von Mitreisenden, Offizieren und Animateuren trifft jeder Satz, jeder Vergleich den Nagel auf den Kopf. Und Wallace richtet zugleich immer auch einen ironischen Blick auf sich selbst.</p>
<p>Der Schauspieler Dietmar B&#228;r hat diesen am&#252;santen Reisebericht in einer Produktion des Hessischen Rundfunks ungek&#252;rzt vorgelesen.</p>
<p>David Foster Wallace: Schrecklich am&#252;sant – aber in Zukunft ohne mich. Ungek&#252;rzte Lesung von Dietmar B&#228;r. M&#252;nchen: Der H&#246;rverlag, 2004. 4 CDs mit zus. etwa 275 Minuten Laufzeit. Preis: ca. 15,– €.</p>
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		<title>Novemberkind</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 06:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Fränzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter und Tochter]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedervereinigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Inga Kaden (Anna Maria M&#252;he) lebt als Bibliothekarin in dem kleinen Ort Malchow in Mecklenburg-Vorpommern. Die junge Frau ist bei ihren Gro&#223;eltern aufgewachsen und hat ihre Eltern nie kennengelernt: Ihre Mutter sei in der Ostsee ertrunken; ihren Vater kenne nicht einmal die beste Freundin ihrer Mutter. All das ger&#228;t ins Wanken, als eines Tages ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inga Kaden (Anna Maria M&#252;he) lebt als Bibliothekarin in dem kleinen Ort Malchow in Mecklenburg-Vorpommern. Die junge Frau ist bei ihren Gro&#223;eltern aufgewachsen und hat ihre Eltern nie kennengelernt: Ihre Mutter sei in der Ostsee ertrunken; ihren Vater kenne nicht einmal die beste Freundin ihrer Mutter. All das ger&#228;t ins Wanken, als eines Tages ein Fremder (Ulrich Matthes) in ihrer kleinen Bibliothek erscheint. Es handelt sich um einen Konstanzer Professor f&#252;r Kreatives Schreiben. Robert erz&#228;hlt Inga die Geschichte einer jungen Frau, die eines Tages in einem seiner Seminare gesessen und von einer Flucht aus der DDR berichtet habe, bei der sie ungewollt ihr Kind habe zur&#252;cklassen m&#252;ssen.</p>
<p>Inga wei&#223; sofort, dass es sich bei der Frau um ihre Mutter gehandelt haben muss. Sie stellt ihre Gro&#223;eltern zur Rede, kann aber auch von ihnen nichts Genaueres erfahren. So macht sie sich zusammen mit Robert auf die Suche: zuerst nach dem russischen Soldaten, mit dem zusammen ihre Mutter in den Westen geflohen ist, dann auch nach ihrer Mutter, die immer noch in Konstanz zu leben scheint, verheiratet mit einem Jugendfreund, der wohl auch Annas Vater ist. Doch in Konstanz erwartet sie mehr als eine Entt&#228;uschung &#8230;</p>
<p>»Novemberkind« erz&#228;hlt eine &#252;berraschend vielschichtige deutsch-deutsche Geschichte und kommt dabei ganz ohne bekannte Klischees und abgenutzte Vorurteile aus. Besonders  Anna Maria M&#252;he gl&#228;nzt in ihrer Doppelrolle als Mutter und Tochter.</p>
<p>»Novemberkind«. Deutschland, 2008. 1 DVD, Schwarzwei&#223; Filmverleih. Sprache: Deutsch. L&#228;nge: ca. 95 Minuten. Extras: Audiokommentar von Regisseur und U. Matthes; Making-of; geschnittene Szenen u.a. FSK: ab 12 Jahren. Preis: ca. € 18,–.</p>
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		<title>Bill Brysons Shakespeare</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 06:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Fränzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>

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		<description><![CDATA[Der US-amerikanische Journalist und Schriftsteller Bill Bryson (geb. 1951 in Iowa) wurde an dieser Stelle vor einiger Zeit bereits mit seinem Buch »Eine kurze Geschichte von fast allem« vorgestellt. Bryson hat ein au&#223;ergew&#246;hnliches Talent, in seinen B&#252;cher seine offenbar unbegrenzte Neugier fruchtbar zu machen und seinen Lesern auch komplizierte oder abgelegene Probleme eing&#228;ngig nahezubringen. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der US-amerikanische Journalist und Schriftsteller Bill Bryson (geb. 1951 in Iowa) wurde an dieser Stelle vor einiger Zeit bereits mit seinem Buch <a href="http://www.stabiso.de/2009/01/10/ueber-beinahe-alles/">»Eine kurze Geschichte von fast allem«</a> vorgestellt. Bryson hat ein au&#223;ergew&#246;hnliches Talent, in seinen B&#252;cher seine offenbar unbegrenzte Neugier fruchtbar zu machen und seinen Lesern auch komplizierte oder abgelegene Probleme eing&#228;ngig nahezubringen. Da Bryson einen bedeutenden Teil seines Lebens in England verbracht hat, ist es nicht verwunderlich, dass er sich in einem seiner neuesten B&#252;cher der Person bzw. dem Problem Shakespeares widmet.</p>
<p>Im Wesentlichen besteht das Problem der modernen Leser mit Shakespeare darin, dass wir &#252;ber seine Person nur sehr wenig Faktenwissen haben. Zwar wissen wir &#252;ber Shakespeare mehr als &#252;ber die anderen Dichter seiner Zeit, aber dennoch gen&#252;gt das Material nicht f&#252;r eine Biografie, wie wir sie gewohnt sind. Das hindert Shakespeare-Forscher allerdings nicht daran, dicke W&#228;lzer &#252;ber ihn zu verfassen.</p>
<p>Bill Brysons Buch &#252;ber Shakespeare hat zwei Vorteile: Zum einen ist es knapp und auf das Wesentliche reduziert. Bryson beweist auch hier wieder sein sicheres Gesp&#252;r daf&#252;r, was erz&#228;hlt werden muss und was guten Gewissens fortfallen kann. Und zum anderen macht Bryson an jeder Stelle klar, was man sicher &#252;ber den Dichter wei&#223; und was Spekulation ist. Nat&#252;rlich ist auch Bryson gen&#246;tigt, viel Allgemeines &#252;ber das Elisabethanische Zeitalter zu erz&#228;hlen, wo ihm konkreten Fakten zum Leben Shakespeares fehlen, doch bleibt sein Buch auch dabei immer interessant und gut lesbar.</p>
<p>Eine hervorragende, kurze Einf&#252;hrung in Shakespeare und seine Epoche.</p>
<p>Bill Bryson: Shakespeare – wie ich ihn sehe. Goldmann Taschenbuch 47275. ISBN: 978-3-442-47275-8. Preis: € 7,95.</p>
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		<title>Das endg&#252;ltige Satirebuch</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 06:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Fränzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor gut 30 Jahren, im November 1979, erschien das erste Heft des Satiremagazins »Titanic«. Zum Jubil&#228;um hat die Redaktion sich und allen Titanic-Lesern ein Geschenk gemacht und das »Erstbeste aus 30 Jahren« in einem Buch versammelt. »Titanic« hat mit Witz und Biss 30 Jahre west- und gesamtdeutscher Geschichte begleitet. Nat&#252;rlich standen oft Politik und Politiker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor gut 30 Jahren, im November 1979, erschien das erste Heft des Satiremagazins »Titanic«. Zum Jubil&#228;um hat die Redaktion sich und allen Titanic-Lesern ein Geschenk gemacht und das »Erstbeste aus 30 Jahren« in einem Buch versammelt. »Titanic« hat mit Witz und Biss 30 Jahre west- und gesamtdeutscher Geschichte begleitet. Nat&#252;rlich standen oft Politik und Politiker im Zentrum der Satire: So hat es Helmut Kohl &#252;ber 60 Mal aufs Titelblatt geschafft (eine Auswahl der besten Kohl-Titelbl&#228;tter findet sich nat&#252;rlich im Buch), aber auch Rudolf Scharping, Gerhard Schr&#246;der, Kurt Beck, Angela Merkel u.v.a. sind nicht unbehelligt davongekommen.</p>
<p>Doch die Satire der »Titanic« hat sich nicht nur mit Politik besch&#228;ftigt, sondern sich auch der »heiligen K&#252;he« bundesdeutscher Kultur angenommen: Gern erinnert man sich etwa an die Aktion bei »Wetten, dass..?«, bei der der »Titanic«-Redakteur Bernd Fritz beinahe Wettk&#246;nig wurde mit der unsinnigen Wette, er k&#246;nne Buntstifte am Geschmack erkennen. Nicht weniger hei&#223; diskutiert wurde die Aktion von Martin Sonneborn, der sich im Juli 2000 in die Vergabe der Fu&#223;ball-WM nach Deutschland einmischte, als er einem neuseel&#228;ndischen Fifa-Funktion&#228;r ein absurdes Bestechungsschreiben ins Hotel faxte.</p>
<p>Neben vielen aktuellen Themen bl&#252;hte bei der »Titanic« aber auch immer ein Sinn f&#252;r h&#246;heren Unsinn, so wenn etwa Opa Sondermann seinen Enkeln Abenteuer aus der Versicherungsagentur erz&#228;hlt oder man im Stil der »Was ist Was«-B&#252;cher erkl&#228;rt, warum wir mit den F&#252;&#223;en gehen.</p>
<p>Die und vieles mehr gibt es in dem Jubil&#228;umsband wiederzuentdecken.</p>
<p>Titanic. Das endg&#252;ltige Satirebuch. Das Erstbeste aus 30 Jahren. Hg. v. Peter Knorr, Oliver Maria Schmidt, Martin Sonneborn u.a. Berlin: Rowohlt Berlin, 2009. ISBN: 978-3-87134-652-1. Preis: € 25,00.</p>
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		<title>In the Electric Mist</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Fränzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Südstaaten]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Inspektor Dave Robicheaux (Tommy Lee Jones) untersucht den Mord an einer jungen Prostituierten, deren Leiche verst&#252;mmelt in den S&#252;mpfen von Louisiana entdeckt worden ist. Sein Verdacht f&#228;llt sehr rasch auf Julie ›Baby Feet‹ Balboni (John Goodman), einen einflussreichen Kriminellen, der versucht sein Renommee zu verbessern, in dem er ins Filmgesch&#228;ft eingestiegen ist. Er finanziert daher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inspektor Dave Robicheaux (Tommy Lee Jones) untersucht den Mord an einer jungen Prostituierten, deren Leiche verst&#252;mmelt in den S&#252;mpfen von Louisiana entdeckt worden ist. Sein Verdacht f&#228;llt sehr rasch auf Julie ›Baby Feet‹ Balboni (John Goodman), einen einflussreichen Kriminellen, der versucht sein Renommee zu verbessern, in dem er ins Filmgesch&#228;ft eingestiegen ist. Er finanziert daher einen Film, der w&#228;hrend des amerikanischen B&#252;rgerkriegs spielt. Zu selben Zeit lernt Robicheaux eher zuf&#228;llig die beiden Hauptdarsteller dieses Filmes kennen: Elrod Sykes (Peter Sarsgaard) und Kelly Drummond (Kelly Macdonald). Elrod erz&#228;hlt Robicheaux, dass er w&#228;hrend des Drehens im Sumpf den Leichnam eines Schwarzen, wahrscheinlich eines Sklaven entdeckt hat. Als er das Skelett untersucht, wird Robicheaux klar, dass er als Kind Zeuge der Ermordung dieses Mannes geworden ist. Damals hat ihm niemand glauben wollen, und die Polizei hat sich um den Fall nicht weiter gek&#252;mmert. Als kurz darauf versucht wird, Robicheaux zu ermorden, wird ihm klar, dass er der L&#246;sung zumindest eines dieser F&#228;lle n&#228;her sein muss, als er ahnt &#8230;</p>
<p>Der franz&#246;sische Regisseur Bertrand Tavernier hat nach der Romanvorlage von James Lee Burke einen atmosph&#228;risch au&#223;ergew&#246;hnlich dichten Film gedreht, in dem es ausnahmsweise mehr um die Charaktere als um die Aufkl&#228;rung des Verbrechens geht. Vor dem Hintergrund des vom Hurrikan Katrina zerst&#246;rten New Orleans ist ein originelles Portr&#228;t des S&#252;dens der USA entstanden.</p>
<p>»In the Electric Mist«. USA/Frankreich, 2009. 1 DVD, Koch Media. Sprachen: Deutsch, Englisch. L&#228;nge: ca. 112 Minuten. Extras: Making-of; geschnittene Szenen. FSK: ab 16 Jahren. Preis: ca. € 13,–.</p>
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		<title>Das Kabinett des Doktor Parnassus</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 20:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Elsner-Overberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Magie]]></category>
		<category><![CDATA[Teufelspakt]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Traumfantasie]]></category>
		<category><![CDATA[Traumreise]]></category>
		<category><![CDATA[Unsterblickkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zaubertheater]]></category>

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		<description><![CDATA[Das  ist der letzte Film, in dem Heath Ledger mitspielte. Der Schauspieler starb am 22. Januar 2008 w&#228;hrend der Dreharbeiten an einer &#220;berdosis Tabletten. Der Film stand daraufhin vor dem Scheitern, Terry Gilliam, der Regisseur und Drehbuchautor wollte den Film aufgeben. Niemand w&#252;rde Heath Ledgers Rolle &#252;bernehmen k&#246;nnen, zu gro&#223; war die emotionale Belastung. Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das  ist der letzte Film, in dem Heath Ledger mitspielte. Der Schauspieler starb am 22. Januar 2008 w&#228;hrend der Dreharbeiten an einer &#220;berdosis Tabletten. Der Film stand daraufhin vor dem Scheitern, Terry Gilliam, der Regisseur und Drehbuchautor wollte den Film aufgeben. Niemand w&#252;rde Heath Ledgers Rolle &#252;bernehmen k&#246;nnen, zu gro&#223; war die emotionale Belastung. Doch dann &#252;bernahmen Johnny Depp, Colin Farrel und Jude Law zu dritt Heath Ledgers Part:  Damit retteten sie den Film und dokumentierten ihre  Freundschaft und Zuneigung  zum verstorbenen Kollegen.  Das gibt dem Film einen besonderen Reiz.</p>
<p>Zwei Jahre vorher hatte Terry Gilliam mit Charles MacKeown beschlossen, mal wieder ein Originaldrehbuch zu verfassen: Doktor Parnassus, entsprungen aus einer vergangenen Zeit, wurde als Idee geboren. Der Magier und Zauberer reist mit seiner kleinen Truppe in  einem uralten Theaterwagen durch das London der Jetzt-Zeit. <span id="more-930"></span>Dieser Wunderwagen hat einen Zauberspiegel, durch den man in die eigenen, fantastischen  Tr&#228;ume eintreten kann. Doch die modernen Londoner achten nicht auf den Magier im Zauberwagen, das Imaginarium wirkt falsch und interessiert im Zeitalter des iPods niemanden mehr. Der Doktor tr&#228;gt aber noch ein weiteres, tragisches  Geheimnis mit sich: Vor vielen Jahren hatte er einen Pakt mit Mr. Nick (genial: Tom Waits) abgeschlossen: Der Preis ist seine Tochter Valentina, die mit  zur Truppe geh&#246;rt. An  ihrem 16. Geburtstag l&#228;uft die entscheidende Frist ab.   Kurz vor diesem Geburstag, in einer st&#252;rmischen Nacht, rettet die Theatertruppe einen Fremden, der am Galgenstrick unter einer Br&#252;cke baumelt. Er hat seinen Namen vergessen und wird das Leben des Doktor Parnassus und seiner Truppe entscheidend beeinflussen: Heath Ledger in seiner letzten, geheimnisvollen Rolle.</p>
<p>Der Film hat mich sehr gefesselt, immer wieder erinnerten mich Szenen an &#8220;The Fisher King&#8221; (=K&#246;nig der Fischer). Terry Gilliams Fantasie ist &#252;berbordend, die Bilder gewaltig und die Dialoge sind zum Teil so lakonisch witzig, dass man das Lachen vergisst. Mr. Nick und Doktor Parnassus sitzen z.B. gegen Ende irgendwo in der fantastischen Ein&#246;de,  und Mr. Nick und bietet dem verzweifelten Doktor cool und locker einen Kaugummi oder &#8220;vielleicht ein Pfefferminzbonbon?&#8221; an. Diese Kombination des Existentiellen mit dem Banalen der heutigen Zeit ist sehr komisch. Das Imaginarium kommt aus einer alten Zeit und wird hineingemischt ins 21. Jahrhundert. Dabei entsteht eine magische Spannung mit wundersch&#246;nen, verr&#252;ckten Bildern.</p>
<p>Das Ende dieses fantastischen Films hat mich etwas ratlos zur&#252;ckgelassen:   &#8220;Ist das jetzt ein Happy-End oder nicht?&#8221;</p>
<p>Terry  Gilliam (Regie + Drehbuch): Das Kabinett des Doktor Parnassus / Darsteller:  Heath Leadger, Christopher Plummer, Johnny Depp,  Jude Law, Colin Farrell, Tom Waits&#8230; &#8211; USA, 2009. &#8211; 117 Min.  + Bonus-DVD. -  ca. 15 €</p>
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		<title>Die Welt ohne uns</title>
		<link>http://www.stabiso.de/2010/07/24/die-welt-ohne-uns/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 06:57:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Fränzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilisation]]></category>

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		<description><![CDATA[Was w&#252;rde geschehen, wenn von einem Augenblick zum n&#228;chsten alle Menschen von der Erde verschwunden w&#228;ren? Wie lange w&#252;rde die Natur brauchen, die vom Menschen besiedelten Gebiete zur&#252;ckzuerobern? Und wie lange w&#252;rden sich noch &#220;berreste der Zivilisation finden lassen? Das Buch »Die Welt ohne uns« des amerikanischen Wissenschaftsjournalisten Alan Weismans versucht, diese und &#228;hnliche Fragen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was w&#252;rde geschehen, wenn von einem Augenblick zum n&#228;chsten alle Menschen von der Erde verschwunden w&#228;ren? Wie lange w&#252;rde die Natur brauchen, die vom Menschen besiedelten Gebiete zur&#252;ckzuerobern? Und wie lange w&#252;rden sich noch &#220;berreste der Zivilisation finden lassen?</p>
<p>Das Buch »Die Welt ohne uns« des amerikanischen Wissenschaftsjournalisten Alan Weismans versucht, diese und &#228;hnliche Fragen im Gedankenspiel zu beantworten. Die Idee zu diesem Buch erwuchs aus einem Artikel Weismans, der beschrieb, wie sich die Natur im Gebiet um den Reaktor von Tschernobyl entwickelte. Dort leben einerseits kaum noch Menschen, andererseits ist das Gebiet immer noch mit einer hohen Strahlung belastet. Von seinen dortigen Beobachtungen ausgehend, besch&#228;ftigte sich Weisman mit dem Schicksal menschlicher Bauten rund um die Erde: Er l&#228;sst in Gedanken Wohnh&#228;user zerfallen, die U-Bahn von New York im Wasser versinken oder gro&#223;e Industrieanlagen im S&#252;den der USA in katastrophalen Br&#228;nden untergehen. Sogar das gr&#246;&#223;te menschliche Bauprojekt, der Panamakanal, w&#228;re ohne kontinuierliche Instandhaltung innerhalb von kurzer Zeit von der Natur zerst&#246;rt.</p>
<p>Gleichzeitig mit diesen Untergangs-Szenarien stellt Weisman die erstaunliche F&#228;higkeit der Natur dar, sich zu regenerieren und geschlagene Wunden zu heilen. Trotz dieser F&#228;higkeit werden einige &#220;berreste der Zivilisation auch nach hunderttausenden von Jahren noch  die Natur belasten, so z. B. die radioaktiven Sprengstoffe, die wir angereichert haben, oder der Plastikabfall, den wir produzieren.</p>
<p>»Die Welt ohne uns« ist ein gut lesbares, informatives Sachbuch &#252;ber die Auswirkungen der menschlichen Zivilisation.</p>
<p>Alan Weisman: Die Welt ohne uns. Piper Taschenbuch5305. ISBN: 978-3-492-25305-5. Preis: € 9,95.</p>
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		<title>&#8220;Maria, ihm schmeckt&#8217;s nicht!&#8221; Film nach dem Bestseller von Jan Weiler</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 20:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Elsner-Overberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Jan schreibt Sachb&#252;cher und hat  den Heiratsantrag seiner italienisch-st&#228;mmigen Freundin Sara angenommen: Er glaubt, das g&#228;be eine kleine,  ruhige,  standesamtliche Hochzeit ohne viel Trara. Doch da hat er die Rechnung ohne seinen zuk&#252;nftigen Schwiegervater  gemacht. Antonio, ein echter italienischer Papa, besteht darauf, dass seine Tochter im Scho&#223;e der Familie im tiefsten Apulien heiratet. Widerwillig machen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jan schreibt Sachb&#252;cher und hat  den Heiratsantrag seiner italienisch-st&#228;mmigen Freundin Sara angenommen: Er glaubt, das g&#228;be eine kleine,  ruhige,  standesamtliche Hochzeit ohne viel Trara. Doch da hat er die Rechnung ohne seinen zuk&#252;nftigen Schwiegervater  gemacht. Antonio, ein echter italienischer Papa, besteht darauf, dass seine Tochter im Scho&#223;e der Familie im tiefsten Apulien heiratet. Widerwillig machen sich die beiden jungen Leute auf die Reise in ein malerisches &#214;rtchen in S&#252;ditalien, wo Jan einen Schock nach dem anderen erlebt. Beispielhaft ist der Strandausflug zu nennen: Was f&#252;r ein Haufen von Zeug schleppen die da zum Meer! Wie kurz vor einem Umzug stapeln sich die Badeuntensilien (haufenweise Sonnenschutzmittel ohne Lichtschutzfaktor!) im Sand. Zur Hochzeitsfeier ist nat&#252;rlich die ganze Sippschaft  eingeladen: Alle Temperatmente sind vertreten! Jan fragt sich ernsthaft, ob Sara mit Familie wirklich die Richtigen f&#252;r ihn sind.  &#8220;Maria, ihm schmeckt&#8217;s nicht&#8221; ist eine gelungene Inszenierung des Erfolgsromans von Jan Weiler, die  kurzweilig und spritzig daher kommt.  Die durchweg unsynchronisierte italienische Verwandtschaft &#252;berfordert jede/n auf Anhieb: Man leidet mit dem v&#246;llig &#252;berforderten Jan auf das Innigste mit.</p>
<p>&#8220;Maria, ihm schmeckt&#8217;s nicht!&#8221; nach dem Roman von Jan Weiler. Regie: Neele Leana Vollmar.  Darsteller: Lino Banfi (Antonio, Saras Vater), Christian Ulmen (Jan), Mina Tander (Sara)&#8230; Deutschland, Italien, 2009. Constantin-Film. &#8211; ca. 94 Min.  FSK o.A.  Pr&#228;dikat: wertvoll. Empfohlen ab 12 Jahren.</p>
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		<title>Irrungen, Wirrungen</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 06:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Fränzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Standesunterschiede]]></category>

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		<description><![CDATA[Theodor Fontane hat erst sp&#228;t in seinem Leben begonnen, Romane zu schreiben. Er war l&#228;ngst ein bekannter Journalist und Theaterkritiker, Lyriker und Reiseschriftsteller als 1878 – Fontane war schon beinahe 60 – mit »Vor dem Sturm« sein etwas umst&#228;ndlich erz&#228;hlter erster Roman erschien. Trotz den kleinen Fehlern seines Erstlings lieferte Fontane von da an beinahe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Theodor Fontane hat erst sp&#228;t in seinem Leben begonnen, Romane zu schreiben. Er war l&#228;ngst ein bekannter Journalist und Theaterkritiker, Lyriker und Reiseschriftsteller als 1878 – Fontane war schon beinahe 60 – mit »Vor dem Sturm« sein etwas umst&#228;ndlich erz&#228;hlter erster Roman erschien. Trotz den kleinen Fehlern seines Erstlings lieferte Fontane von da an beinahe j&#228;hrlich einen neuen, erfolgreichen  Roman.</p>
<p>»Irrungen, Wirrungen«, zehn Jahre nach »Vor dem Sturm« erschienen, erz&#228;hlt die Geschichte der Liebe zwischen Baron Botho von Rien&#228;cker und dem Schneiderm&#228;dchen Lene  Nimptsch. Das Thema war damals nicht ungew&#246;hnlich; besonders die Trivialliteratur war voll von solchen Geschichten, die oft nach dem Motto endeten: Amor vincit omnia – die Liebe siegt &#252;ber alles.</p>
<p>Bei Fontane geht es dagegen realistischer zu: Schon ein erster Ausflug nach Hankels Ablage im S&#252;den Berlins macht den beiden Liebenden deutlich, dass es ein gro&#223;er Unterschied ist, ob sie nur zu zweit sind oder ob sie sich gemeinsam in Gesellschaft bewegen m&#252;ssen. Hinzukommt, dass Botho beinahe schon verlobt ist und durch die Mitgift seiner Familie finanziell auf die Beine helfen k&#246;nnte. So heiratet Botho schlie&#223;lich vernunft- und standesgem&#228;&#223;, und auch Lene findet am Ende einen zu ihr passenden Mann. Doch Botho braucht lange, bis er mit seinen Gef&#252;hlen zu Lene abschlie&#223;en kann &#8230;</p>
<p>Der Roman hat bei seinem Erscheinen einen Skandal ausgel&#246;st. Besonders dass Fontane seine beiden Hauptfiguren w&#228;hrend des Ausflugs gemeinsam in einem Zimmer &#252;bernachten l&#228;sst, f&#252;hrte zu heftigen Reaktionen; sogar als »gr&#228;&#223;liche Hurengeschichte« ist der harmlose, kleine Roman damals beschimpft worden.</p>
<p>Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen. Reclam UB 18741. ISBN: 978-3-15-018741-8. Preis: € 3,60.</p>
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