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	<title>Medientipps aus der Stadtbibliothek Solingen &#187; Bildung</title>
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		<title>Generation Doof</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 09:59:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Elsner-Overberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Generation]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Untertitel dieses amüsanten Buches ist bezeichnend: “Wie blöd sind wir eigentlich?” fragt das Autorenteam, das sich selbst zur Generation Doof zählt. Witzig und mit klarer analytischer Sicht gehen beide Autoren mit ihrer Generation ins Gericht. Stefan Bonner sagt von sich, er sei Journalist und Fernsehgucker. Anne Weiss ist Kulturwissenschaftlerin und hat sich lange beruflich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Untertitel dieses amüsanten Buches ist bezeichnend: “Wie blöd sind wir eigentlich?” fragt das Autorenteam, das sich selbst zur Generation Doof zählt. Witzig und mit klarer analytischer Sicht gehen beide Autoren mit ihrer Generation ins Gericht. Stefan Bonner sagt von sich, er sei Journalist und Fernsehgucker. Anne Weiss ist Kulturwissenschaftlerin und hat sich lange beruflich mit Jugendkulturen und privat mit Joghurtkulturen befasst.</p>
<p>Die gesammelte Blödheit einer Generation wird hier zur Schau gestellt, allerdings nicht, ohne Hintergründe zu erläutern. Denn die Generation Doof mag es gemütlich und ohne Stress, dazu am besten öffentlich unter Preisgabe ganz persönlicher Dinge, die ohne Scham zur Schau gestellt werden. Der Traumjob ist entweder, mit Hartz IV arbeitslos zu sein, oder – wenn das nicht klappt – einfach Superstar zu werden. Das ist doch voll einfach, das sieht man doch täglich im Fernsehen!<span id="more-737"></span></p>
<p>Die Autoren gehen systematisch vor: Im ersten Kapitel wird das Freizeitverhalten unter die Lupe genommen. Hier ist Spaß angesagt, Charme, Manieren und Ästhetik spielen keine Rolle. Wichtig ist, dass alles bequem und ohne Anstrengung zu haben ist. Komasaufen macht besonders viel Spaß, Shopping-Trips ins Glück stehen auch hoch im Kurs. Auf der anderen Seite bleibt man auch gerne daheim und hütet die Couch im hochtechnisierten Wohnzimmer, das vom Riesenbildschirm dominiert wird. Den Grund für die Markenbezeichnung Doof finden die Autoren in der mangelhaften Bildung, was nicht wirklich überrascht. Eine Generation, der von den Eltern jedes Problem fröhlich aus dem Weg geräumt wurde und die sich für nichts anstrengen musste, lässt sich einfach nicht motivieren, totlangweilige Lerninhalte in der Schule nachzudenken. Das macht doch null Spaß! Heraus kommt ein fundiertes Halbwissen, was in TV-Sendungen gerne gezeigt wird.</p>
<p>Frage: “Wie nannte Muhammad Ali seine Autobiografie?”</p>
<p>Antwort: “Mein Kampf”.</p>
<p>Im Berufsleben gilt es dann, das Halbwissen zu kaschieren und so zu tun, als könne man was. Die Eltern dieser angeblich hochbegabten Nichtskönner gehörten in deren Kindheit zu den größten Bewunderern der süßen Kleinen und haben dieser Generation eine gehörige Portion Selbstbewusstsein mitgegeben. Unterhaltung ist das oberste Lebensziel und auch in der Partnerschaft bleibt man gerne selbst der Star. Sollte diese Generation Kinder bekommen, wird Erziehung durch Verziehung ersetzt, denn anstrengend darf gar nichts sein.</p>
<p>Das Buch ist ausgesprochen frisch geschrieben, hat Witz und zeigt, dass auch Angehörige der Generation Doof über sich selbst hinauswachsen können. Beide Autoren geben aber zu, dass sie dafür ordentlich ackern mussten. Im Buch sind Rechtschreibung und Kommasetzung perfekt, ein seltener Fall, wie nachzulesen ist. Nach den ersten 200 Seiten tritt allerdings ein Ermüdungseffekt beim Lesen ein: Vieles wiederholt sich, eine Straffung wäre gut gewesen. Trotzdem: Ein Sachbuch, das Vergnügen bereitet!</p>
<p>Stefan Bonner / Anne Weiss: Generation Doof. &#8211; Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe Taschenbuch, 2008. – 334 S. &#8211; ISBN 978-3-404-60596-5</p>
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